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Erzählen Der erste Ausflug
Als der junge Fuchs Felix zum ersten Mal die Augen öffnete, war es dunkel um ihn herum. Er spürte seinen Bruder und seine drei Schwestern wie immer neben sich liegen, und so fürchtete er sich nicht vor der Dunkelheit. Solange er im Bau seiner Eltern blieb, fand er sich auch so zurecht. Es dauerte noch mehr als zwei Wochen, bis Felix gemeinsam mit seinen Geschwistern zum ersten Mal den Bau verlassen sollte. Zuerst steckte die Mutter den Kopf hinaus ins Freie, dann folgte der älteste Bruder, die drei Schwestern und schließlich Felix. Doch als der kleine Fuchs vorsichtig die Nase aus dem Bau reckte, zuckte er erschrocken zurück. Draußen war es fast ebenso dunkel wie in den Gängen, er konnte nicht einmal seine Geschwister richtig sehen. Wie sollte er sich denn so außerhalb des Baues zurechtfinden, wo alles fremd und so weit weg und sehr unheimlich war? Als sein Vater ihn von hinten anstubste, reckte Felix sich wieder ein Stück, aber noch immer konnte er nichts sehen. Schließlich schob sich sein Vater an ihm vorbei nach draußen und ließ den jungen Fuchs allein im Bau zurück. Traurig lauschte Felix den fröhlichen Spielen seiner Geschwister. Erst als alle anderen müde zurückkehrten, wagte er einen letzten Blick hinaus. Und siehe da, nun erschien ihm der Himmel schon ein bisschen weniger dunkel. Er wartete eine Weile, und tatsächlich wurde es mit der Zeit immer heller. Bald schon war es hell genug, um die nächste Umgebung erkennen zu können, und nach einer Weile konnte Felix sogar die Spitzen der Bäume hoch über sich sehen. Der Wald war noch viel schöner, als er ihn sich vorgestellt hatte! Rasch lief Felix zurück zu seinen Eltern und Geschwistern. „Kommt mit, das müsst ihr sehen!“ rief er. „Schnell, draußen ist es wunderschön!“ „Ach, wir sind müde“, brummte eine Schwester. „Bleib immer in der Nähe, und lass dich nicht von fremden Tieren ansprechen“, fügte seine Mutter hinzu. Dann kuschelte sie sich mit den anderen zusammen, und kurz darauf war Felix’ ganze Familie eingeschlafen. Nur der kleine Fuchs war voller Tatendrang. Schnell lief er zurück zum Ausgang der Höhle, schaute vorsichtig hinaus, und als er kein fremdes Tier sah, sprang er mit einem Satz hinaus ins Freie. Er schnupperte an den verschiedensten Pflanzen und Bäumen, spielte mit einem Schmetterling Fangen, lief zwischen den Wurzeln hin und her und staunte über den großen Ameisenhügel gleich neben der alten Eiche. Es gab so viel zu sehen, zu riechen und zu hören, dass Felix bald ganz taumelig von all den neuen Eindrücken wurde. Schließlich spürte er, wie ihm vor Müdigkeit die Augen zufielen. Er suchte sich einen versteckten Platz im dichten Unterholz, und kaum hatte er sich hingelegt, fielen ihm schon die Augen zu. Als Felix wieder erwachte, reckte und streckte er sich erst einmal. Dabei stieß er an ein paar Äste. Jetzt fiel ihm wieder ein, wo er war – in dem herrlichen Wald, in dem es so wundervolle Dinge zu entdecken gab! Doch als er die Augen öffnete, blieb es dunkel. Zuerst bekam Felix große Angst. Dann aber sah er zum Himmel hoch. Dort, zwischen den Spitzen der Fichten, blinkten viele kleine Punkte, wie unzählige Augen, die zu ihm hinab sahen. „Wie schön“, flüsterte der kleine Fuchs. Dann fiel ihm ein, dass seine Familie sich bestimmt schon Sorgen um ihn machte. Rasch machte er sich auf den Heimweg. Und obwohl der Wald im Dunkeln ganz anders aussah, kam Felix bald zurück nach Hause. Denn nun, wo er sich nicht mehr vor der Dunkelheit fürchtete, war es gar nicht mehr so schwer, den richtigen Weg zu finden.
Sachinformation Der Fuchs
Wusstet ihr schon … ... dass Füchse zur Familie der Hunde gehören? Der einzige mitteleuropäische Fuchs, der Rotfuchs, ist der häufigste Wildhund Europas. Ein anderer Wildhund ist z. B. der Wolf. ... dass nicht alle Füchse ein rotes Fell mit heller Unterseite tragen? Manche Farbvarianten sind beispielsweise grau bis schwarz gefärbt oder tragen einen dunklen Streifen auf dem Rücken. ... dass Füchse nicht nur Mäuse fressen, sondern auch andere Tiere wie z. B. Insekten und Fische sowie Obst und Samen? Ebenso wie viele Rabenvögel fressen sie außerdem die im Straßenverkehr verunglückten Tiere. ... dass die natürlich Feinde der Füchse (Wolf, Luchs, Steinadler und Uhu) in Europa fast überall verschwunden sind? Viele Füchse sterben jedoch an Infektionskrankheiten (z. B. Tollwut), außerdem werden sie von Jägern getötet. ... dass der Fuchs häufig in europäischen Tierfabeln vorkommt? Als „Reineke Fuchs“ verkörpert er Gewitztheit und Schläue.
Sachbegegnung Natur entdecken
Füchse sind dämmerungs- und nachtaktiv. Auch wenn sie in vielen Gegenden nicht selten sind, bekommen viele Menschen daher nie einen Fuchs zu Gesicht. - Füchse graben ihren Bau oft nicht selbst, sondern übernehmen einen alten Dachs- oder Kaninchenbau und erweitern ihn. Neben dem Hauptgang enthält ein Fuchsbau viele Fluchtgänge. Ein Waldspaziergang mit dem Revierförster oder einem anderen ortskundigen Führer bietet sicherlich die größte Chance, einen solchen Fuchsbau aufzustöbern – und gleichzeitig viel über die anderen Tiere des Waldes zu lernen. - In Gegenden mit vielen Füchsen sind die Tiere manchmal auch in der Stadt anzutreffen, wo sie beispielsweise Ratten, Kaninchen oder Abfall fressen. Ob in der eigenen Stadt schon Füchse gesichtet wurden, kann man beim Umweltamt erfragen. Wichtig: Wenn man auf einen zutraulichen Fuchs trifft, der beim Anblick von Menschen nicht flüchtet, ist dieses Tier vermutlich krank. Da manche Krankheiten von Füchsen auch für Menschen gefährlich sind (z. B. Tollwut, Fuchsbandwurm), darf das Tier nicht angefasst werden.
Spiel Mäusejagd
Füchse jagen Mäuse auf eine ganz besondere Weise: Sie stehen zuerst bewegungslos auf allen Vieren und springen die Maus dann urplötzlich an, so dass sie mit den Vorderpfoten auf dem Beutetier landen. Diese Technik erfordert nicht nur von den jungen Füchsen viel Geschick und monatelange Übung, sondern stellt auch für die Kinder eine Herausforderung dar. Die Kinder stellen sich zuerst paarweise zusammen. Je ein Kind erhält ein Hüpfseil (ohne Griffe!) oder eine ähnliche Schnur (nicht zu dünn, so dass sie nicht in die Hand schneiden kann), die es nun hinter sich herzieht. Das Ende dieses Springseils ist die „Maus“. Das zweite Kind muss nun versuchen, mit einem gezielten Sprung auf der „Maus“ zu landen. Die Spielfläche kann eingeschränkt werden, um die Möglichkeiten des „Fuchses“ zu verbessern. Die Anzahl der „Füchse“ und „Mäuse“ kann je nach Geschick der Kinder variiert werden; statt paarweise können auch alle Kinder gemeinsam spielen. Falls das Spiel als Wettkampf durchgeführt werden soll, gewinnen der „Fuchs“, der die meisten Mäuse gefangen hat, und die „Maus“, die zuletzt noch übrig bleibt.
Bildnerisches Gestalten Fuchs
Material und Werkzeug: Mossgummi oder feste Pappe, Schere, Malstifte Aus Moosgummi oder fester Pappe kann ein Fuchs gebastelt werden. Nach der Vorlage werden die Körperteile ausgeschnitten (Beine jeweils zweimal) und zusammengesteckt. Die Einschnitte müssen etwa der Dicke des Bastelmaterials entsprechen. Wenn Moosgummi verwendet wird, ist es hilfreich, die Einschnitte von der Rückseite nachzuarbeiten, da sie sonst meist leicht schräge Kanten haben, wodurch sich die einzelnen Teile zueinander verdrehen. Augen und Schnauze werden am besten vor dem Zusammenfügen der Körperteile aufgemalt.
Tipp: Auf die gleiche Weise können auch andere Tiere nach Fotos oder sonstigen Vorlagen gebastelt werden. Wichtig ist nur, dass die Höhe der beiden quer liegenden Teile mit der Höhe des Körpers übereinstimmt und dass die Beinpaare sowie die entsprechenden Einschnitte gleich lang sind. |
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